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Wegen Sex-Fotos beschuldigter BBC-Moderator Edwards verlässt den Sender
Der in einen Sexfoto-Skandal verwickelte BBC-Moderator Huw Edwards hat den britischen Sender am Montag auf "ärztlichen Rat" verlassen. Nach 40 Jahren im Dienst habe Edwards gekündigt und erklärt, "dass seine Entscheidung auf der Grundlage eines medizinischen Gutachtens seiner Ärzte getroffen wurde", erklärte die BBC. Die Sendeanstalt habe den Rücktritt angenommen und sei der Meinung, "dass dies allen Beteiligten die Möglichkeit gibt weiterzumachen", hieß es weiter.
Die britische Boulevardzeitung "The Sun" hatte im vergangenen Jahr eine Frau mit der Aussage zitiert, ein namentlich nicht genannter BBC-Moderator habe ihrem damals 17-jährigen Sohn über einen Zeitraum von drei Jahren 35.000 Pfund (gut 40.800 Euro) für pornografische Fotos gezahlt.
Nachdem zunächst über die Identität des Moderators spekuliert worden war, gestand schließlich Edwards Frau Vicky Flind, dass es sich um ihren Mann handelte. Dieser leide unter "ernsthaften psychischen Problemen" und werde nun stationär im Krankenhaus behandelt, erklärte sie im Juli. Der Sender suspendierte Edwards daraufhin. Anfang dieses Jahres entschuldigte sich BBC bei dem mutmaßlichen Opfer.
Seiner Familie zufolge hatte der damals junge Mann mit dem für die Fotos gezahlten Geld seine Drogensucht finanziert. Der Mann, dessen Identität nicht veröffentlicht wurde, wies die Anschuldigungen als "Unsinn" zurück. Edwards selbst hat sich nie öffentlich zu dem Fall geäußert. Die Polizei fand keine Beweise für eine Straftat.
Der 61-jährige Edwards moderierte seit 2003 die 22.00-Uhr-Nachrichten der BBC. Er war es auch, der im September 2022 der Welt die Nachricht vom Tod von Königin Elizabeth II. verkündete.
W.Stewart--AT