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Spanisches Gericht bestellt Rubiales zu Anhörung zu Korruptionsvorwürfen ein
Der umstrittene ehemalige spanische Fußballfunktionär Luis Rubiales soll Ende des Monats vor Gericht zu gegen ihn erhobenen Korruptionsvorwürfen aussagen. Ein Gericht in Madrid teilte am Dienstag mit, dass es Rubiales für den 29. April zu einer Anhörung einbestellt habe. Der frühere Präsident des spanischen Fußballverbands RFEF steht im Verdacht, bei der Verlegung des spanischen Superpokals nach Saudi-Arabien im Jahr 2020 illegale Provisionen eingestrichen zu haben.
Außer Korruption wird Rubiales Geldwäsche zur Last gelegt. Der 46-Jährige weist die Vorwürfe zurück. Die Anhörung soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Büro des zuständigen Untersuchungsrichters in Majadahonda, einem Vorort von Madrid, stattfinden.
Vergangene Woche war Rubiales in dem Fall kurzzeitig festgenommen worden. Er wurde unmittelbar nach seiner Rückkehr von einem Aufenthalt in der Dominikanischen Republik am Flughafen Madrid-Barajas in Gewahrsam genommen und nach Angaben aus Ermittlungskreisen im Flughafengebäude verhört. Zwei Wochen zuvor waren unter anderem der RFEF-Sitz sowie das Haus von Rubiales im südspanischen Granada durchsucht worden.
Rubiales war im August 2023 durch einen Kuss-Skandal weltweit in die Schlagzeilen geraten. Nach dem WM-Sieg der spanischen Frauen-Fußballnationalmannschaft hatte er während der Siegerehrung den Kopf der Spielerin Jennifer Hermoso mit beiden Händen festgehalten und sie auf den Mund geküsst.
Gegen Rubiales wird deswegen wegen eines "sexuellen Übergriffs" und "Nötigung" ermittelt. Die Staatsanwaltschaft fordert zweieinhalb Jahre Haft. Auch in diesem Fall weist Rubiales die Vorwürfe zurück. Nach seiner Darstellung war der Kuss "einvernehmlich" gewesen, was Hermoso allerdings zurückwies. Sie hat Anzeige erstattet. Nach längerem Zögern war Rubiales im September als Verbandschef zurückgetreten.
M.King--AT