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Prozess gegen Hunter Biden wegen illegalen Waffenbesitzes auf Juni angesetzt
Der Prozess gegen den wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagten Sohn von US-Präsident Joe Biden soll im Juni beginnen. Richterin Maryellen Noreika setzte für den Prozess gegen Hunter Biden in Wilmington im Ostküstenstaat Delaware die beiden Wochen ab dem 3. Juni an, wie am Mittwoch aus einem Gerichtsdokument hervorging. Das ist kurz vor dem ab dem 20. Juni geplanten separaten Prozess gegen den 54-Jährigen wegen Steuerbetrugsvorwürfen im Westküstenstaat Kalifornien.
Hunter Biden war im vergangenen September wegen illegalen Waffenbesitzes angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, 2018 kurzzeitig einen Revolver besessen zu haben, obwohl ihm das als Drogenkonsumenten verboten war. Zur Last gelegt werden ihm in diesem Zusammenhang auch Falschangaben in offiziellen Dokumenten zum Waffenkauf. Der Präsidentensohn hat in den drei Anklagepunkten auf nicht schuldig plädiert.
Auch im Steuerbetrugsverfahren hat der frühere Anwalt, Lobbyist und Geschäftsmann auf nicht schuldig plädiert. Ihm wird in neun Anklagepunkten unter anderem vorgeworfen, über mehrere Jahre Bundessteuern hinterzogen zu haben.
Der Sohn des Präsidenten ist nicht nur im Visier der Justiz, sondern auch der oppositionellen Republikaner. Diese werfen ihm vor, in der Vergangenheit die wichtige Stellung seines Vaters als damaliger Vizepräsident von Barack Obama für Geschäfte in der Ukraine und China ausgenutzt zu haben.
Die Vorwürfe stehen im Zentrum eines von der Oppositionspartei angestrebten Amtsenthebungsverfahrens gegen den Präsidenten. Allerdings haben die Republikaner trotz mehr als einjähriger Untersuchung keinerlei Beweise für ein Fehlverhalten von Joe Biden vorlegen können.
Eine Blamage erlebten die Republikaner, als im Februar ein früherer Informant der Bundespolizei FBI festgenommen und angeklagt wurde, den sie als wichtigen Zeugen für ihre Korruptionsvorwürfe gegen den Präsidenten präsentiert hatten. Alexander Smirnov soll die Vorwürfe einer Bestechlichkeit Bidens frei erfunden und die Ermittler belogen haben.
P.Hernandez--AT