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EU-Parlament berät Dienstag über grenzüberschreitenden Transport mit Lang-Lkw
Das Europäische Parlament berät am Dienstag über den grenzüberschreitende Transport mit sogenannten Gigalinern, also bis zu 25 Meter langen und 60 Tonnen schweren Lkw. Die Allianz pro Schiene und der Auto Club Europa (ACE) warnten am Montag vor umweltschädlichen Auswirkungen und einer Belastung der Straßeninfrastruktur. Die EU-Kommission hatte einen entsprechenden Richtlinien-Entwurf im vergangenen Sommer eingebracht, dieser sieht aber auch Einschränkungen vor.
Grundsätzlich dürfen Lkw in der Europäischen Union 18,75 Meter lang und 40 Tonnen schwer sein. In einigen Ländern, wie Schweden und Finnland, gibt es aber Ausnahmeregeln, die deutlich längere Laster erlauben. Auch in Deutschland können Gigaliner fahren, allerdings nur auf eigens dafür ausgezeichneten Strecken, meist Autobahnen.
Der Vorschlag der EU-Kommission sieht nun vor, den Transport mit den Überlänge-Trucks in Zukunft auch grenzüberschreitend zu erlauben - zumindest zwischen Ländern, welche die Fahrzeuge ihrerseits bereits zulassen. Dabei argumentiert Brüssel auch mit dem Klimaschutz: In längeren Fahrzeugen könne mehr Ware gleichzeitig transportiert werden.
Die Allianz pro Schiene und ACE sehen die Pläne der EU-Kommission kritisch: "Wer über zusätzliche Länge den Lkw-Transport verbilligt, fördert und erntet letzten Endes auch mehr Lkw-Verkehr", erklärten sie. Das widerspreche den EU-Zielen beim Klimaschutz. Stattdessen forderten die Verbände eine Verlagerung der Warentransporte auf die Schiene.
Zudem müssten für den Transport mit langen Lkw Straßen, Brücken und Tunnel ausgebaut oder umgebaut werden. Dadurch kämen laut Allianz pro Schiene hohe Kosten auf die Steuerzahlenden in der EU zu.
Die Lkw-Richtlinie könnte auch dazu führen, die Einführung von Lastwagen mit alternativen Antrieben zu beschleunigen. Sie wiegen oftmals mehr, da sie mit schweren Batterien betrieben werden müssen.
Der Verkehrsausschuss des EU-Parlaments hat den Vorschlag der Kommission grundsätzlich unterstützt und Änderungsvorschläge übermittelt. Nun wird im Plenum über die Richtlinie abgestimmt, bevor der Entwurf im Trilog mit der Kommission und den Mitgliedsstaaten diskutiert wird.
A.Taylor--AT