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Vier Tote bei Brand in Altenheim in Nordrhein-Westfalen - Ermittlungen gegen Senior
Bei einem Brand in einem Seniorenheim in Nordrhein-Westfalen sind vier Menschen ums Leben gekommen. Ein 71-jähriger Bewohner steht im Verdacht, den Brand fahrlässig verursacht zu haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Kleve am Montag mitteilten. 21 weitere Menschen wurden bei dem Vorfall im niederrheinischen Bedburg-Hau bei Kleve verletzt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach von einer "Tragödie".
Bei den Toten handelt es sich nach Ermittlerangaben um zwei 50- und 74-jährige Frauen sowie um zwei Männer im Alter von 66 Jahren, die in dem Seniorenheim wohnten. Die 21 Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. Darunter befanden sich drei schwer verletzte Bewohner.
Auch ein Polizist, ein Feuerwehrmann und eine Pflegekraft der Einrichtung wurden bei dem Brand leicht verletzt. Sie kamen zwischenzeitlich in Krankenhäuser, konnten diese aber noch am Montag wieder verlassen. Die übrigen Bewohner konnten nicht in das beschädigte Seniorenheim zurückkehren, sie wurden in Einrichtungen im Umland gebracht.
Das Feuer brach nach bisherigen Erkenntnissen in der Nacht auf Montag in einem Zimmer des Seniorenheims aus. Von dort aus griff der Brand dann auf weitere Zimmer über. Die Ermittlungen gegen den 71-Jährigen liefen.
Ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Bedburg-Hau sprach im Westdeutschen Rundfunk (WDR) von "sehr dramatischen Szenen". "Fenster mussten zerschlagen werden, um Bewohner aus dem Gebäude zu retten", sagte der Sprecher. Beim Eintreffen der Rettungskräfte hätten Bewohner teils noch in Betten gelegen oder am Fenster um Hilfe gerufen.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) äußerte sich bestürzt über das Unglück. "Diese Tragödie ist einfach schrecklich und fasst einen an", erklärte er. "Ich bin in Gedanken bei Betroffenen und Angehörigen, wünsche den Verletzten schnelle Genesung."
Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) dankte vor Ort den Rettungskräften. "Polizei, Feuerwehr, Rotes Kreuz - alle waren wahnsinnig schnell hier und haben auch ganz, ganz schnell die Leute herausgeholt", sagte er im Fernsehsender Welt. Durch das rasche Eingreifen hätten viele Menschen gerettet werden können.
H.Romero--AT