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Prozess um Handy-Hacking: Prinz Harry einigt sich mit britischem Medienkonzern
Prinz Harry hat einen langwierigen Rechtsstreit um von Journalisten angezapfte Handys mit dem von ihm verklagten britischen Medienkonzern Mirror Group Newspapers (MGN) beigelegt. Nach einer Gerichtsverhandlung am Freitag sagte Harrys Anwalt David Sherborne, MGN werde dem Sohn von König Charles III. im Rahmen einer Einigung eine "beträchtliche zusätzliche Summe als Schadenersatz" zahlen und die Prozesskosten übernehmen. Sherborne nannte den Gesamtbetrag nicht, sprach aber von einer Zwischenzahlung in Höhe von 400.000 Pfund (rund 468.000 Euro).
Der Herzog von Sussex, der mittlerweile mit seiner Familie in Kalifornien lebt, hatte MGN gemeinsam mit anderen Prominenten wegen illegaler Informationsbeschaffung verklagt. Die Kläger warfen dem Herausgeber der Boulevardzeitungen "Mirror", "Sunday Mirror" und "Sunday People" insbesondere vor, ihre Handys angezapft zu haben.
Im Dezember hatte ein Londoner Gericht zu Gunsten Harrys entschieden und ihm 140.600 Pfund als Schadenersatz von MGN zugesprochen. Das Gericht sah es damals als erwiesen an, dass 15 der 33 von Harry als Beweismittel eingebrachten Zeitungsartikel illegal beschaffte Informationen enthielten.
Die jetzige Einigung umfasst 115 weitere Artikel, die Gegenstand eines weiteren Prozesses hätten werden können. Mit der Einigung seien die noch offenen Teile der Klage abgeschlossen, sagte Harrys Anwalt. Ein MGN-Sprecher sagte, das Unternehmen freue sich über die Einigung.
Das Verhältnis zwischen Prinz Harry und den britischen Medien gilt seit langem als zerrüttet. Der 39-Jährige macht die Boulevardmedien verantwortlich für den Tod seiner Mutter Diana, die 1997 bei einem Verkehrsunfall während einer Verfolgungsjagd mit Fotografen in Paris ums Leben kam. Harry sieht es nun als seine Lebensaufgabe an, die britischen Medien zu verändern. In dieser Woche war er nach London gereist, um seinen an Krebs erkrankten Vater zu besuchen.
W.Morales--AT