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Prozess um Kindesmissbrauchs in Lübeck: Beschuldigter will geschlafwandelt sein
Vor dem Landgericht im schleswig-holsteinischen Lübeck hat am Montag ein Strafprozess gegen einen ehemaligen Staatsanwalt wegen sexuellen Missbrauchs eines Kinds begonnen. Laut Anklage soll der Mann die Tat im Februar 2019 an seinem leiblichen Sohn begangen haben. Der Beschuldigt gab demnach an, im Zustand des Schlafwandelns gehandelt zu haben. Für den Prozess sind einem Gerichtssprecher zufolge Termine bis Mitte Februar geplant.
Die Ermittlungen gegen den früher bei der Staatsanwaltschaft in Lübeck tätigen Beschuldigten führte die Staatsanwaltschaft Kiel, die ebenso wie später die schleswig-holsteinische Generalstaatsanwaltschaft zunächst von der Anklageerhebung absah. Das schleswig-holsteinische Oberlandesgericht in Schleswig ging später im Rahmen eines Klageerzwingungsverfahrens aber von einem hinreichenden Tatverdacht aus, weshalb es nun zum Prozess kam.
Laut Staatsanwaltschaft hatte sich der Angeklagte seinerzeit selbst angezeigt, nachdem er von Familienmitgliedern von seiner Tat erfahren hatte. Eigenen Angaben zufolge schlafwandelte er zu diesem Zeitpunkt und hat keine Erinnerung.
O.Brown--AT