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Bekannt durch Fahndungsfoto: Seit 70ern gesuchter Linksextremist in Japan gestorben
Jahrzehntelang hing das Schwarz-weiß-Fahndungsfoto von Satoshi Kirishima, einem der meistgesuchten Verbrecher Japans, in allen Polizeiwachen des Landes. Nach fast 50 Jahren auf der Flucht ist er nun offenbar gefasst worden und nur wenig später gestorben, wie japanische Medien am Montag berichteten. Der 70-Jährige hatte sich demnach vergangene Woche unter falschem Namen in einem Krankenhaus für eine Krebsbehandlung stationär aufnehmen lassen.
Kurz darauf enthüllte Kirishima seine wahre Identität, wie es in den Berichten weiter hieß. Während die Polizei noch auf die Ergebnisse der DNA-Untersuchung wartete, sei der 70-Jährige am Montagmorgen gestorben. Es bestehe "eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass diese Person tatsächlich Kirishima ist", hieß es laut der Zeitung "Asahi" aus Polizeikreisen.
Kirishima war seit den 1970er Jahren wegen eines tödlichen Bombenanschlags von Linksextremisten gesucht worden. Das Fahndungsfoto vom jungen Kirishima mit langem Haar, dicken Brillengläsern und freundlichem Lächeln kennt in Japan praktisch jeder.
Der in Hiroshima geborene Kirishima hatte sich während seines Studiums in Tokio radikalisiert. Er schloss sich der East Asia Anti-Japan Armed Front (Bewaffnete Ostasien-Front gegen Japan) an, einer linksextremen Gruppen ähnlich der Rote Armee Fraktion (RAF) in Westdeutschland.
Die East Asia Anti-Japan Armed Front verübte in den 70er Jahren Anschläge gegen japanische Unternehmen. Bei einem Anschlag gegen Mitsubishi Heavy Industries waren acht Menschen getötet worden.
T.Sanchez--AT