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Philosophische Fakultät der Prager Uni öffnet nach tödlichem Angriff für einen Tag
Zum Gedenken an den tödlichen Schusswaffenangriff vor einem Monat hat die Philosophische Fakultät an der Prager Karls-Universität für einen Tag ihre Türen wieder geöffnet. Dekanin Eva Leheckova sprach am Sonntag von einem wichtigen Schritt für alle Studierenden und Mitglieder der Fakultät, um das Geschehene zu verarbeiten. Auch die Psychologen hätten zu einer raschen Rückkehr geraten.
Ein 24-jähriger Student der Universität hatte kurz vor Weihnachten am 21. Dezember in einem Gebäude der Hochschule in der Prager Altstadt 13 Menschen erschossen und sich danach selbst getötet. Ein Verletzter starb später im Krankenhaus. 24 Menschen wurden bei dem Angriff verletzt.
Polizeiangaben zufolge hatte der Schütze bereits am 15. Dezember in einem Prager Vorort willkürlich einen Mann und dessen zwei Monate alte Tochter getötet. Kurz vor dem Angriff in der Karls-Universität hatte er zudem seinen Vater im gemeinsamen Wohnhaus getötet. Über die Motive des 24-Jährigen ist bis heute nichts bekannt.
Nach Angaben von Leheckovas Stellvertreter Martin Pehal waren für Sonntag Vorträge, eine Büchertauschbörse sowie Kunstaktionen geplant. Teilnehmer eines Workshops konnten unter anderem ein Mahnmal aus dem Wachs von Kerzen gestalten, die Trauernde nach dem Schusswaffenangriff an der Universität hinterlassen hatten. Schwarze Vorhänge versperrten derweil den Zugang zu den oberen Stockwerken.
Nach Angaben von Dekanin Leheckova sollen die Vorlesungen am 19. Februar wieder aufgenommen werden. Die vierte Etage, der Hauptort des Amoklaufs, bleibt demnach vorerst weiter geschlossen.
W.Morales--AT