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Alain Delons Anwalt will Einsetzen eines Betreuers verhindern
Der Streit um die mögliche Einsetzung eines gesetzlichen Betreuers für den 88 Jahre alten französischen Schauspieler Alain Delon geht weiter. Sein Anwalt Christophe Ayela kritisierte am Montag das Vorgehen der beiden Söhne des Schauspielers, "die ihn unter Vormundschaft stellen lassen" wollten. "Ich kann bestätigen, dass Alain Delon durchaus bei Verstand ist", sagte Ayela der Zeitung "Le Parisien".
Der Arzt, der Delon bescheinigt habe, dass er seine Angelegenheiten nicht mehr allein regeln könne, habe vermutlich "einen schlechten Tag erwischt", fügte der Anwalt hinzu. Er kritisierte auch, dass Delons Söhne "ohne ärztliche Rücksprache" ein Medikament abgesetzt hätten.
Anthony Delon, der älteste Sohn des Schauspielers, hatte diesen Schritt kürzlich damit gerechtfertigt, dass sein Vater das Medikament nicht vertragen habe. "Diese Übertherapie drohte, ihn umzubringen", sagte er der Schweizer Zeitung "Le Matin".
In Kürze soll ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Arzt erneut den Gesundheitszustand des Schauspielers beurteilen. Dessen drei Kinder liefern sich seit Wochen in den Medien einen Familienzwist um den angemessenen Umgang mit Alain Delon, der mehrere Schlaganfälle hinter sich hat.
Laut Anthony Delon hat der Schauspielstar längst per Testament festgelegt, dass seine Tochter Anouchka die Hälfte und die beiden Söhne jeweils ein Viertel seines Besitztums erben sollen. Der Streit dreht sich unter anderem um die Frage, ob er seinen Lebensabend in seiner Residenz in Frankreich verbringen soll oder noch in die Schweiz übersiedelt, wo die Erbschaftssteuer vermutlich geringer ausfällt.
Delon hat auch die Schweizer Nationalität. Seine Tochter Anouchka, die in der Schweiz wohnt, versucht seinen Umzug in die Schweiz offensichtlich gegen den Willen ihrer Brüder durchzusetzen.
R.Garcia--AT