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Chinesischer Onlineshop Temu verklagt Konkurrent Shein in den USA
Die beiden chinesischen Online-Billigshops Temu und Shein, die ihre Waren auch in Deutschland anbieten, tragen ihren Konkurrenzkampf in den USA künftig auch juristisch aus: Temu verklagte Shein wegen "mafiöser Einschüchterungstaktiken", wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Shein zwinge Händler, nicht mit Temu zusammenzuarbeiten, und versuche, "Temu lahmzulegen". Shein plant einen Börsengang in den USA, wahrscheinlich im kommenden Jahr.
Die Klage von Temu wurde am Mittwoch in Washington eingereicht. Temu warf Shein vor, das Unternehmen habe "Händler, die mit Temu zusammenarbeiten, illegal in den Shein-Büros festgehalten, ihnen ihre privaten elektronischen Geräte abgenommen und auf die darauf gespeicherten Daten zugegriffen". Dieses Vorgehen sei eine Reaktion auf die sinkende Bewertung des Unternehmens nach dem Markteintritt von Temu in den USA.
Zudem zwinge Shein seine Lieferanten zur Unterzeichnung von Verträgen, mit denen Rechte an geistigem Eigentum auf Shein übertragen werden. Shein nutze diese Rechte dann, um Abmahnungen gegen Temu einzureichen.
Beide Unternehmen bieten in raschem Wechsel immer neue Kleidungsstücke, Schuhe und andere Produkte zu extrem niedrigen Preisen an. In den USA werden sie bereits als Konkurrenz zu Amazon gesehen.
Shein, 2008 in China gegründet und mittlerweile mit Sitz in Singapur, machte 2022 einem Bericht zufolge einen Umsatz von 23 Milliarden Dollar (21 Milliarden Euro) und einen Gewinn von 800 Millionen Dollar. Menschenrechtler warfen dem Unternehmen Zwangsarbeit vor, Umweltorganisationen kritisieren die Auswirkungen von Fast Fashion auf die Umwelt.
Temu führte in diesem Jahr in den USA mehrfach das Ranking in den App-Stores an. Der Händler bietet auch elektronische Geräte und Haushaltswaren an.
A.Ruiz--AT