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Prozess um mutmaßlich von Russland bezahlte Spionage bei BND beginnt in Berlin
Vor dem Berliner Kammergericht beginnt am Mittwoch (09.30 Uhr) ein Prozess um mutmaßlich von Russland bezahlte Spionage beim Bundesnachrichtendienst (BND). Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten Carsten L. und Arthur E. schweren Landesverrat in zwei Fällen vor, wofür im Fall einer Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe droht. Der BND-Mitarbeiter L. und der selbstständige Geschäftsmann E. sollen Russland deutsche Staatsgeheimnisse verraten und dafür Geld genommen haben.
L. soll dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB mehrere Dokumente aus dem BND-Bestand verschafft haben, die ein Projekt zur technischen Informationsgewinnung betrafen. E. soll die Dokumente fotografiert und die Daten nach Moskau gebracht haben, wo er sie an den FSB weitergegeben haben soll. Auch in einem weiteren Fall sollen sie Informationen nach Moskau übermittelt haben. Für ihre Dienste sollen die Angeklagten, die in Untersuchungshaft sitzen, jeweils mehrere hunderttausend Euro kassiert haben. Für den Prozess wurden 51 Verhandlungstage bis zum Juli festgesetzt.
H.Romero--AT