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Spanierin soll Werner Hoyer an Spitze der EU-Investitionsbank nachfolgen
Eine Spanierin soll dem Deutschen Werner Hoyer an der Spitze der Europäischen Investitionsbank (EIB) nachfolgen. Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez sagte am Donnerstag in Madrid, seine Stellvertreterin Nadia Calviño sei für den Posten gesetzt. Auch EU-Diplomaten erwarten eine Entscheidung zu Gunsten der 55-Jährigen, die seit 2018 Spaniens Wirtschaftsministerin ist.
Sánchez sprach im Fernsehsender RTVE von einer "guten Nachricht" für sein Land. Er verwies darauf, dass die spanische Wirtschaft auf europäische Mittel angewiesen ist. Er würdigte die parteilose Calviño als "eine der besten Wirtschaftsminister", die sein Land gehabt habe.
Die EU-Finanzminister dürften die Personalie kommende Woche Freitag bei ihrem Treffen in Brüssel billigen. Calviño hatte ihre Kandidatur für die EU-Investitionsbank mit Sitz in Luxemburg im August bekannt gegeben. Als Hauptkonkurrentin galt die Dänin Margrethe Vestager. Die 55-Jährige war fast zehn Jahre lange EU-Wettbewerbskommissarin und ließ sich wegen ihrer Kandidatur beurlauben. Eine Rückkehr auf den einflussreichen Posten steht ihr offen.
Calviño gehört bereits qua Amt dem Gouverneursrat der Investmentbank an. Bevor sie in Spanien Ministerin wurde, leitete sie in Brüssel von 2014 bis 2018 die Generaldirektion Haushalt.
Der FDP-Politiker Hoyer steht der Europäischen Investitionsbank seit 2012 vor. Das Mandat des 72-Jährigen läuft zum Jahresende aus. Die Bundesregierung hatte sich in der Nachfolge-Frage lange nicht festgelegt. Die Investitionsbank vergibt Kredite etwa für Programme zum Klimaschutz und zur Digitalisierung.
T.Wright--AT