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Jugendliche sollen Explosion auf Weihnachtsmarkt in Leverkusen geplant haben
Die beiden in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg wegen der Vorbereitung eines Anschlags festgenommenen Jugendlichen sollen laut Ermittlern eine Detonation auf einem Weihnachtsmarkt in Leverkusen geplant haben. Die Jugendlichen hätten beabsichtigt, einen Kleinlaster durch "Brennstoffe" zur Explosion zu bringen und dadurch Besucher zu töten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Donnerstag mit. Ihre Tat war demnach für Anfang Dezember geplant.
Der 15-Jährige aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis sei dringend verdächtig, den Anschlag gemeinsam mit einem 16-Jährigen aus Brandenburg gemäß der Ideologie der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) geplant zu haben, erklärten die Ermittler. "Entsprechend der Tatplanung will der Beschuldigte sich bereits Benzin verschafft haben", hieß es in der Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft. Vorrätig gehaltene Brennstoffe seien bei Durchsuchungen bislang jedoch nicht gefunden worden.
Die Jugendlichen sollen demnach zudem beabsichtigt haben, nach der Tat gemeinsam aus Deutschland auszureisen und sich dem IS-Ableger Provinz Chorasan anzuschließen. Chorasan ist die historische Bezeichnung für eine Region in Zentralasien, die unter anderem Teile der heutigen Staaten Afghanistan, Pakistan und Iran umfasst.
Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben unter anderem wegen der Verabredung zu einem heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen in Tateinheit mit der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Der am Dienstag gefasste 15-Jährige befindet sich seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Die Auswertung beschlagnahmter Speichermedien dauere an, hieß es weiter.
Ebenfalls am Dienstag war der 16-jährige zweite Verdächtige in Brandenburg festgenommen worden. Der Staatsanwaltschaft in Neuruppin zufolge besteht gegen den 16-Jährigen der dringende Tatverdacht der Planung und Vorbereitung eines terroristisch motivierten Anschlags. Auch gegen ihn wurde am Mittwoch ein Haftbefehl erlassen.
Th.Gonzalez--AT