-
Venezuela: Weitere 39 politische Gefangene nach zweiter Dialogrunde freigelassen
-
Bericht: Asylerstanträge bis 25. September auf tiefstem Stand seit 2012
-
Kane scheitert vom Punkt: Eiskaltes Spanien bestraft England
-
Wadephul warnt in Rede bei Vereinten Nationen vor Risiken durch KI
-
Tausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid
-
Französischer Atomreaktor Flamanville für Arbeiten ein Jahr vom Netz
-
Berlin: SPD-Landesvorstand stimmt für Sondierungsgespräche mit der Linken
-
Rad-WM: Koch verpasst Medaille - Vollering triumphiert
-
Kiel gibt Derbysieg gegen Flensburg aus der Hand
-
Debüt mit "Sternchen": Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland
-
Perfektes Debüt: Brunner schießt U21 zum Sieg in Lettland
-
Lawrow: Russland wird Ziele in der Ukraine "egal wie" erreichen
-
Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 800.000 Menschen
-
Laver Cup: Zverev verspielt Sieg gegen De Minaur
-
Trump lehnt iranischen Plan für Hormus-Wiedereröffnung ab
-
Bayern dominieren beim Wiedersehen mit Alba
-
Bundesaußenminister Wadephul trifft russischen Kollegen Lawrow bei der UNO
-
Mindestens 16 Tote in Russland und der Ukraine bei gegenseitigen Angriffen
-
Prinz Harry: Kinder sind "glücklich" in neuer Schule in Großbritannien
-
Münchens Milliardenplanung: Bund gibt "Olympia-Garantie"
-
Leo XIV. feiert in Paris Messe mit 700.000 Menschen
-
Toter in Grundstückseinfahrt in Bayern entdeckt - Kriminalpolizei ermittelt
-
Dobrindt: Wollen Frontex künftig stärker bei Rückführungen einsetzen
-
Mindestens elf Tote in Russland und der Ukraine bei gegenseitigen Angriffen
-
Sechs Tote bei Wohnhaus-Explosion in Athen - Vier US-Touristen unter den Opfern
-
Papst Leo XIV. feiert Messe mit 700.000 Menschen in Paris
-
München ist deutsche Bewerberstadt für Olympische Spiele und Paralympics
-
KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"
-
DOSB stimmt ab: München bewirbt sich um Olympia
-
Russell schafft Neustart in Baku - Antonelli Fünfter
-
Zehntausende demonstrieren bei DGB-Aktionstag gegen Sozialkürzungen
-
Nach Ceuta: Tausende protestieren in Madrid gegen Migrationspolitik
-
Klopps Heimdebüt: Nübel im Tor - Wirtz Joker
-
Nach Explosion in Athen Leichen von zwei US-Touristen aus Trümmern geborgen
-
Iran bekräftigt Plan für Hormus-Wiedereröffnung - Trump lehnt Berichten zufolge ab
-
Hunderttausende strömen in Paris zur Freiluft-Messe mit Papst Leo XIV.
-
Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn
-
SPD droht mit Blockade der Pflegereform im Kabinett
-
Bürgerschaftswahl in Bremen: Linke geht mit Fraktionschefin Leonidakis ins Rennen
-
Rotes Telefon für KI: USA und China richten Hotline für Zwischenfälle ein
-
Landtagswahl in Schleswig-Holstein: Fraktionschef Dirschauer ist SSW-Spitzenkandidat
-
DFB-Team trainiert mit Wirtz und Burkardt
-
Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch millionenschweren Vergleich ab
-
Explosion in Haus nahe Akropolis in Athen: Ein Todesopfer aus Trümmern geborgen
-
Polizei in Delmenhorst meldet einen Toten und einen Schwerverletzten
-
Krankenhausgesellschaft fordert schnellere Anerkennung ausländischer Abschlüsse
-
Papst Leo XIV. ruft zu würdevollem Umgang mit Migranten auf
-
116 Millionen Dollar: Basketballstar Curry bleibt bei Warriors
-
USA und China richten Kommunikationskanal für KI-Zwischenfälle ein
-
Klopp wirbt für Olympia: "Es wird Zeit"
Tief Lambert fegt mit heftigen Unwettern über Deutschland hinweg
Begleitet von schweren Unwettern ist das Tief Lambert über Deutschland hinweggezogen. Keller liefen voll, Straßen standen unter Wasser, Bäume knickten um, der Bahnverkehr war stark gestört - tausende Einsatzkräfte waren in mehreren Bundesländern von Donnerstagabend an im Einsatz. Mancherorts gingen in kurzer Zeit um die 100 Liter Regen pro Quadratkilometer nieder. Am Freitag beruhigte sich die Lage wieder: Der Deutsche Wetterdienst hob am Nachmittag alle Unwetterwarnungen auf.
Besonders stark betroffen war die Region Kassel. Mehrere Menschen seien leicht verletzt worden, sagte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (parteilos) am Freitag bei einer Bilanz der Einsatzkräfte. Zwischen Donnerstagnachmittag und Freitagmorgen seien 1045 Notrufe eingegangen zeitweise bis zu 200 pro Stunde. Die Feuerwehr rückte zu 476 Einsätzen aus.
Der öffentliche Personennahverkehr in Kassel wurde am Donnerstag eingestellt und erst am Freitagvormittag wieder aufgenommen. Die Schulen in der Stadt blieben geschlossen.
Das Unwetter sorgte in mehreren Bundesländern für zahlreiche Schäden. Auch in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bremen liefen Keller und Straßenunterführungen voll. An einigen Orten knickten durch den Wind Bäume um. Rettungskräfte waren teilweise bis in die Nacht mit Einsätzen beschäftigt.
In Nordrhein-Westfalen hätten die Einsatzhelfer "kräftig arbeiten" müssen, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) in Düsseldorf. Wegen des Unwetters habe es rund zweieinhalbtausend Einsätze gegeben - mit mehr als 5000 beteiligten Einsatzkräften.
In Nordrhein-Westfalen fielen bundesweit die höchsten Regenmengen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vom Freitag fielen beispielsweise an der Messstation Sassendorf im Kreis Soest 102 Liter pro Quadratmeter binnen 24 Stunden. In Gelsenkirchen und Dortmund schüttete es 95 beziehungsweise 94 Liter pro Quadratmeter.
Überflutete Kellerräume in einem Gewerbebetrieb sorgten in Bottrop für einen aufwändigen Feuerwehreinsatz. Das Tiefbauamt musste schließlich die Kanalisation nachdichten, damit kein weiteres Wasser aus der Kanalisation eindringen konnte. In Essen wurde eine Bahn von einem Ast getroffen. Der Lokführer erlitt einen Schock und konnte die Fahrt nicht fortsetzen, die rund 60 Passagiere mussten den Zug verlassen.
In Dortmund lief in einem Krankenhaus Wasser aus der Decke. Eine Pflegeeinrichtung musste eingedeicht werden, weil Wasser in das Gebäude einzudringen drohte. Acht Patienten wurden zur Sicherheit in andere Einrichtungen verlegt. In Bremen wurden nach Angaben der Feuerwehr bis zum frühen Freitagmorgen 147 von 321 gemeldeten Einsätze abgearbeitet. Es kam durch das hohe Aufkommen zu Wartezeiten in der Notrufannahme. 800 Notrufe gingen ein.
Umgestürzte Bäume sorgten auf einer Landstraße in Baden-Württemberg dafür, dass fünf Autos eingeschlossen wurden. Auf zwei davon fielen auf der Landstraße bei Kandern Bäume, teilte die Polizei Freiburg am Freitag mit. Eine 69-Jährige wurde durch einen ausgelösten Airbag leicht verletzt.
Auf der Autobahn 5 verlor ein 22-Jähriger durch Aquaplaning die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen die Leitplanke und eine Stützmauer. Seine Beifahrerin wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Die Bahn wurde ebenfalls von dem Unwetter getroffen. Auch am Freitag blieb der Verkehr in einigen Teilen Deutschlands beeinträchtigt. Die Strecken Hamburg-Berlin und Siegen-Letmathe waren am Freitagmittag wieder eingleisig befahrbar.
Die Versicherungswirtschaft sieht die entstandenen Schäden eher als gering an. Nach einer ersten Auswertung gebe es vor allem kleinere Schäden, teilte die R+V-Versicherung am Freitag mit. Diese betragen ersten Schätzungen zufolge rund 25 Millionen Euro. Insgesamt sei das Unwetter glimpflicher abgelaufen als befürchtet. Auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) reagierte entspannt auf die Schäden. "Aus Sicht der Versicherer handelt es sich um ein stärkeres Sommerunwetter, wie wir es häufiger haben - also kein Extremwetter", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.
W.Stewart--AT