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2022 so viele Menschen vor Ertrinken gerettet wie zuletzt vor 40 Jahren
Die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) haben im vergangenen Jahr so viele Menschen vor dem Ertrinken gerettet wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden 836 Menschen aus dem Wasser geholt, wie die DLRG am Donnerstag in Augsburg in ihrer Jahresbilanz mitteilte. Dieser Wert wurde zuletzt 1983 übertroffen - damals waren 1100 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt worden.
Allerdings ertranken im vergangenen Jahr auch mindestens 355 Menschen und damit 56 mehr als im Jahr davor. "Der Hitzesommer hat unseren ehrenamtlichen Retterinnen und Rettern an den Gewässern viel abverlangt", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.
Als positiv bewertete sie, dass wieder mehr Schwimmabzeichen abgenommen werden. Zwar habe die Absenkung der Wassertemperaturen in den Schwimmbädern im Zuge der Energiekrise zu Problemen in der Anfängerschwimmausbildung geführt. Insgesamt habe sich die Schwimmausbildung aber nach dem Wegfall der Coronabeschränkungen deutlich positiv entwickelt.
Die DLRG-Ausbilder nahmen 2022 demnach insgesamt 78.716 Schwimmabzeichen ab. Das sind etwa 40.000 mehr als noch im Vorjahr mit 38.112, aber immer noch weniger als vor der Pandemie im Jahr 2019 mit 91.282. Von einem "Aufholprozess" sprach die DLRG auch bei den Frühschwimmern. Mit rund 56.248 Seepferdchenabzeichen wurden rund 20.000 mehr als 2021 und sogar 6000 mehr als im Vorcoronajahr 2019 mit 48.243 abgelegt.
Einer Forsa-Umfrage zufolge können jedoch 20 Prozent der Grundschulkinder nicht schwimmen. Deshalb sei es wichtig, dass Eltern auch im bevorstehenden Sommer beim Schwimmen und Baden immer auf den Nachwuchs achten und möglichst bewachte Badestellen aufsuchen, erklärte die DLRG-Präsidentin. Das Seepferdchen ist zudem noch kein Nachweis für sicheres Schwimmen.
A.Anderson--AT