-
Bericht: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent
-
Alex Bodi und Prof. Dr. Dieter Lazik schließen Vertrag für ALPHA WHEY und BODI Energydrink
-
Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab
-
Bericht: OpenAI stoppte Training von KI-Modell Astra wegen Sicherheitsproblemen
-
Iran bekräftigt Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus binnen sieben Tagen
-
Zidane: Verletzter Mbappé verlässt Frankreichs Teamquartier
-
Italien verliert auch unter Mancini - Zidane startet mit Sieg
-
Italien verliert auch unter Maldini - Zidane startet mit Sieg
-
Trump postete höchstwahrscheinlich KI-retuschiertes Bild von Xis Staatsbesuch
-
Klub-WM: Füchse Berlin erledigen erste Pflichtaufgabe
-
Cambridge-Analytica-Skandal: Facebook-Mutter Meta unterliegt vor US-Gericht
-
EM-Countdown: DHB-Frauen gewinnen ersten Test in Spanien
-
Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht
-
Putin: Russland bereitet sich nicht auf "irgendeine Art von Kampf mit Europa" vor
-
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien "auf das Schärfste"
-
Berlin: Linke stimmt auf Parteitag für Sondierungen mit Grünen und SPD
-
Schwere Kämpfe zwischen Tigray-Rebellen und Armee - Internetausfall in Nordäthiopien
-
Libanons Regierungschef Salam warnt vor "Vakuum" nach Abzug von UN-Friedensmission
-
"Zerstörende Dimension erreicht": Berliner Linke weist Antisemitismusvorwurf zurück
-
US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten
-
Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
-
UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien
-
Russland: Politikwissenschaftler Kynew wegen Drogenvorwürfen festgenommen
-
Münchner Migrationskonferenz: Pläne für Frontex-Ausbau zu "Rückführungsagentur"
-
Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen
-
"Paradies der Maschinen": Papst Leo XIV. warnt vor KI-Auswüchsen
-
Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris
-
Pistorius würdigt in Ungarn "Neustart" in den bilateralen Beziehungen
-
Medien: Manchester City in 114 Anklagepunkten schuldig
-
Davidstern aus NS-Gedenkort in Chemnitz gestohlen und Schautafel beschädigt
-
Besuch bei Unesco: Papst Leo XIV. warnt vor Risiken der KI
-
Scharfe Kritik an Stopp von Stolpersteinen in sächsischem Heidenau
-
Trump nennt Gipfel mit Xi "produktiv" und sieht Konsens bei "Superintelligenz"
-
17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober
-
Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament
-
CDU-Politiker Reddig warnt vor verwässerter Rentenreform - und droht mit Nein
-
Langjähriger ZDF-Rechtsexperte Bernhard Töpper gestorben
-
Formel 1: Russell holt Pole in Baku - Antonelli nur 16.
-
Friedensorganisation: Bundesregierung konterkariert Ziel einer atomwaffenfreien Welt
-
Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt
-
Rummenigge hat nicht für Eberls Vertragsverlängerung gestimmt
-
Mehr als hunderttausend Studierende warten auf Wohnheimplätze in Deutschland
-
Nach US-Sanktionsdrohungen: Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge
-
Zverevs Chancen steigen: Sinner sagt für Peking ab
-
Bundestag macht Weg für erneuten Tankrabatt frei
-
Zentralratspräsident Schuster für Prüfung der Beobachtung der Berliner Linken
-
Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern
-
Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"
-
Karlsruhe befasst sich mit Ausschluss von Abgeordnetem aus AfD-Bundestagsfraktion
-
Papst Leo XIV. warnt in Frankreich vor "Wettrüsten"
Oberstes Gericht im Iran bestätigt Todesstrafe gegen Deutsch-Iraner
Die Bestätigung der Todesstrafe gegen den Deutsch-Iraner Jamshid Sharmahd durch das Oberste Gericht im Iran hat Bestürzung in Deutschland ausgelöst. Die Bundesregierung setze sich "mit allen Kräften" für Sharmahd ein und versuche, die Hinrichtung zu verhindern, teilte Außenministerin Annalena Baerbock am Mittwoch mit. Nach Angaben von Amnesty International ist es das erste Todesurteil gegen einen deutschen Staatsbürger im Iran, das schon in wenigen Wochen vollstreckt werden könnte.
Der 68-jährige Sharmahd war im Februar in Teheran wegen der angeblichen Beteiligung an einem Anschlag auf eine Moschee in der südiranischen Stadt Schiras im April 2008 schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Die iranische Justiz beschuldigt Sharmahd zudem, Kontakte zu ausländischen Geheimdiensten zu unterhalten. Das Oberste Gericht im Iran bestätigte nun das Urteil, die Maßnahmen für Sharmahds Hinrichtung wegen Terrorvorwürfen sollen laut einem Justizsprecher in Teheran "ergriffen werden".
Das Auswärtige Amt teilte mit, es habe die Nachricht über das Todesurteil "mit Bestürzung" aufgenommen. Baerbock schrieb auf Twitter: "In Berlin und Teheran setzen wir uns mit allen Kräften für Herrn Sharmahd und gegen die Vollstreckung des Urteils ein." Der deutsche Botschafter im Iran habe "eine Dienstreise sofort abgebrochen und befindet sich auf dem Weg zurück nach Teheran, um bei den iranischen Behörden zu intervenieren". Das Urteil sei "willkürlich" und "inakzeptabel". "Jamshid Sharmahd hatte zu keinem Zeitpunkt den Ansatz eines fairen Prozesses."
Nach Angaben seiner Familie war der Oppositionelle, der zuletzt jahrelang in den USA lebte, 2020 bei einem Zwischenstopp in Dubai vom iranischen Geheimdienst in den Iran verschleppt worden. Sharmahd soll die Oppositionsgruppe "Tondar" (Donner) angeführt haben, die sich für einen Sturz der islamischen Führung in Teheran einsetzt und im Iran als "Terrororganisation" eingestuft ist.
Der Menscchenrechtsorganisation Amnesty International zufolge ist es das erste Todesurteil gegen einen deutschen Staatsbürger im Iran. Amnesty bezeichnete das Urteil als "zutiefst unmenschlich und grausam" und forderte "eindeutige und wahrnehmbare diplomatischen Konsequenzen" von der Bundesregierung. Berlin hatte im Anschluss an das Urteil vom Februar bereits zwei iranische Diplomaten ausgewiesen, Teheran reagierte mit der Ausweisung zweier deutscher Diplomaten.
Derzeit sind im Iran mindestens 16 Menschen mit westlicher Staatsbürgerschaft inhaftiert. Die meisten von ihnen haben auch die iranische Staatsbürgerschaft. Der Iran erkennt doppelte Staatsbürgerschaften allerdings nicht an und behandelt die Verhafteten wie Iraner.
Im Januar sorgte der Iran mit der Hinrichtung des früheren britisch-iranischen Politikers Alireza Akbari international für Empörung, der wegen angeblicher Spionage verurteilt worden war. Nach Angaben von Amnesty wurden in jüngster Vergangenheit drei Todesstrafen im Iran bereits ein bis zwei Wochen nach der Bestätigung des Urteils vollstreckt.
Die Vorsitzende des Menschenrechts-Auschusses im Bundestag, Renata Alt (FDP), forderte, die Hinrichtung von Sharmahd zu verhindern. Mit einem "Regime, das einen deutschen Staatsbürger aus einem Drittland entführt, jahrelang in Einzelhaft hält, foltert und ohne eigenen Rechtsbeistand zum Tode verurteilt, darf es keine Kooperation mehr geben". Auch CDU-Chef Friedrich Merz zeigte sich auf Twitter "zutiefst schockiert" und forderte den Iran auf, Sharmahd "sofort die Ausreise in sein Heimatland Deutschland zu ermöglichen".
Derweil meldete ein Sprecher der Justiz im Iran am Mittwoch, dass ein Gefangenenaustausch mit Belgien "beschlossen und beendet" sei. Der Entwicklungshelfer Olivier Vandecasteele war im Januar nach Spionagevorwürfen zu 40 Jahren Gefängnis und 74 Peitschenhieben im Iran verurteilt worden. Die Familie des Belgiers beklagte, dass er trotz "schwerer Gesundheitsprobleme" in Isolationshaft sitze. Nach iranischen Angaben sollte er gegen den iranischen Diplomaten Assadollah Assadi ausgetauscht werden, der in Belgien zu 20 Jahren Haft verurteilt worden war, weil er 2018 einen Sprengstoffanschlag bei einer Veranstaltung iranischer Oppositioneller nahe Paris geplant haben soll.
Ein Regierungsvertreter in Brüssel dementierte gegenüber AFP umgehend, dass eine Einigung über einen Austausch erreicht worden sei. Der belgische Justizminister Vincent Van Quickenborne dementierte über Twitter ebenfalls und teilte mit, der Iran wolle in einem "sehr heiklen" Fall "Verwirrung stiften".
M.White--AT