-
Nusa und Haaland treffen: Norwegen erreicht WM-Achtelfinale
-
Lys, Siegemund und Seidel raus: Schwächste Bilanz seit 2008
-
Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes nach tödlichen Schüssen in Stade
-
Mit viel Mühe und starken Nerven: Zverev in Runde zwei
-
Merkel-Bildnis für Porträt-Galerie im Kanzleramt präsentiert
-
Staatsbürgerschaftsrecht: Schlappe für Trump vor Oberstem US-Gericht
-
Merkel-Porträt für Porträt-Galerie des Kanzleramts präsentiert
-
Uganda: Mitarbeiter von Elektro-Motorradbauer werfen Vorgesetzten Misshandlung vor
-
Französische Nationalversammlung macht Weg für Sterbehilfe frei
-
Großbritannien will Asylsuchende künftig an Kosten für Unterhalt beteiligen
-
Datenschützer fordern Ausstieg aus EU-Datenabkommen mit den USA
-
Neuendorf über Nagelsmann: "Nicht zur Tagesordnung übergehen"
-
"Unvorbereitet" in die Hitzewelle: Grüne stellen Misstrauensantrag gegen Regierung
-
Berliner Gericht bestätigt deutsches Sendeverbot für russischen Sender RT
-
Untersuchung: Rekordzahl neuer Millionäre weltweit im vergangenen Jahr
-
Oberstes US-Gericht kippt Trump-Plan für eingeschränkte Staatsbürgerschaft
-
Veterinäramt rettet in Erfurt 93 Brieftauben vor Verdursten
-
Heimkehr nach Spanien: Grimaldo-Transfer zu Atlético perfekt
-
Tausende fordern in Südafrika bei Protesten Ausweisung illegaler Migranten
-
Großbritannien investiert 300 Milliarden Pfund in Verteidigung bis 2030
-
18-Jähriger nach Tötung von älterem Bruder in Kassel in Untersuchungshaft
-
Netzagentur: DB soll Fernzug-Konkurrenz mehr Platz einräumen
-
Dobrindt skeptisch zu AfD-Verbotsverfahren - Verfassungsschutz behält Partei im Visier
-
Entsetzen nach Bluttat in Stade hält an: Mordkommission übernimmt Ermittlungen
-
Tödliche Schüsse auf Jugendlichen in Dortmund: Freispruch von Polizisten bestätigt
-
Zwei Tote bei Brand von Pflegeheim in Sachsen-Anhalt - 62-Jährige festgenommen
-
Premiere in Wimbledon: Hanfmann erstmals in Runde zwei
-
Verfassungsschutz: Deutschland durch Angriffe von innen und außen unter Druck
-
US-Gesandte zu Iran-Gesprächen in Katar - Iran mit "Experten-Delegation" in Doha
-
Vermutlich über 58.000 Gebäude in Venezuela zerstört - Noch zehntausende Vermisste
-
Mutmaßlich "Krieg des Terrors" in Rumänien geplant: Festgenommener in Untersuchungshaft
-
Paketbombe in Monaco: Justiz geht von Mordversuch an Geschäftsmann mit ukrainischen Wurzeln aus
-
Vor Koalitionsausschuss: Forderung nach Ergebnissen - "aber bitte keine Hektik"
-
Inflation schwächt sich im Juni auf 2,3 Prozent ab
-
Gericht bestätigt Beförderungsstopp: Vorerst keine Ernennung zu Stabsfeldwebel
-
Gericht: Ehepaar muss bei getrennten Hauptwohnsitzen separat Rundfunkbeitrag zahlen
-
Untersuchung: E-Autos nicht unfallanfälliger als Verbrenner
-
Anklage in Berlin: Bande soll rund 60 Millionen Euro gewaschen haben
-
Dobrindt bekräftigt Skepsis zu AfD-Verbotsverfahren
-
Mehr als eine Million Ausländer in Spanien stellen Antrag auf Aufenthaltstitel
-
Frust über deutsches WM-Aus: Fan zerstört Fernseher vor Bar in Bremerhaven
-
Paketbombe in Monaco: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordversuchs
-
Termine gegen Bezahlung: Anklage gegen Mitarbeiterin von Berliner Einwanderungsamt
-
Hakenkreuz an queerem Zentrum in Mönchengladbach: Drei Verdächtige ermittelt
-
Mann mit Nagelschere getötet: Dauerhafte Unterbringung in Niedersachsen
-
Erträge aus Rundfunkbeitrag 2025 leicht gesunken
-
Bauministerin Hubertz will mit Förderung von Gewerbeumbau Wohnungsnot lindern
-
Arbeitslosigkeit stagniert im Juni weitgehend - nur schwache Frühjahrsbelebung
-
Vor Koalitionsausschuss: SPD-Linke dringen auf höhere Belastung von Superreichen
-
Studie: Rechenzentren noch klimaschädlicher als gedacht
Unter Korruptionsverdacht stehende EU-Politikerin Kaili bleibt in Untersuchungshaft
Die wegen Korruptionsverdachts in Untersuchungshaft sitzende frühere Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Eva Kaili, kommt vorerst nicht frei. Ihre Anhörung sei auf Antrag der Verteidigung auf den 22. Dezember verschoben worden, sagte ihr Anwalt André Risopoulos der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Bis dahin muss Kaili in Haft bleiben. Derweil forderten Abgeordnete des EU-Parlaments vor dem Hintergrund des Korruptionsskandals die Überprüfung eines Luftverkehrsabkommens zwischen der EU und Katar.
Nach Angaben des Anwalts konnnte Kaili bei einer für Mittwoch vorgesehenen Anhörung aufgrund eines Streiks in den Gefängnissen nicht anwesend sein. Kailis ebenfalls in Untersuchungshaft sitzender Lebensgefährte Francesco Giorgi muss nun nach Angaben seines Anwalts noch einen Monat in Untersuchungshaft bleiben.
Kaili war am vergangenen Freitag in Brüssel festgenommen worden, ebenso wie ihr Lebensgefährte. In ihrer gemeinsamen Wohnung wurden laut belgischen Justizkreisen 150.000 Euro gefunden, weitere 750.000 Euro bei Kailis Vater, der sich in einem Hotel in der belgischen Hauptstadt aufhielt.
Kaili, ihr Lebensgefährte und zwei weitere Beschuldigte stehen im Verdacht, von Katar dafür bezahlt worden zu sein, sich für die Interessen des Golfstaats einzusetzen. Katar bestreitet dies. Die Staatsanwaltschaft in Brüssel wirft den Beschuldigten "Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption" vor.
Nach Angaben von Kailis anderem Anwalt, Michalis Dimitrakopoulos, wusste die 44-Jährige "von der Existenz dieses Geldes nichts", sie sei "unschuldig". Nur ihr Lebensgefährte könne "Antworten auf die Existenz dieses Geldes" geben, sagte der Anwalt am Dienstag.
Derzeit herrscht Fassungslosigkeit im EU-Parlament, und die Sorge ist groß, dass der Korruptionsskandal weitere Kreise ziehen könnte. René Repasi von den Sozialdemokraten und Ko-Linken-Fraktionschef Martin Schirdewan sprachen von einer möglichen "Spitze eines Eisbergs".
Einem Bericht zufolge ist neben Katar offenbar auch Marokko in die Korruptionsaffäre verwickelt. Dem festgenommenen Ex-EU-Abgeordneten Pier Antonio Panzeri werde vorgeworfen, auch von Marokko Geld angekommen zu haben, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf interne Dokumente der belgischen Ermittler. Demnach sollen zwei Familienmitglieder Panzeris geholfen haben, "Geschenke" zu transportieren, die ihnen der Botschafter Marokkos in einem östlichen EU-Staat übergeben habe.
Offizielle Verbindungen zu Marokko hatte Panzeri den Angaben zufolge in seiner Zeit als Europaabgeordneter, als er Vorsitzender der Delegation für Beziehungen mit den nordafrikanischen Maghreb-Staaten war. Auch Panzeri muss nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Untersuchungshaft bleiben. Ein vierter Verdächtiger wurde bis zur Verhandlung freigelassen, muss aber eine elektronische Fußfessel tragen.
Nachdem sich die Abgeordneten am Montag dafür ausgesprochen hatten, wegen der Vorfälle die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten über Visa-Erleichterungen für Bürger aus Katar auf Eis zu legen, geriet am Mittwoch ein weiteres Dossier zum Thema Katar in den Fokus: Euro-Parlamentarier forderten, ein im vergangenen Jahr geschlossenes Luftverkehrsabkommen zwischen der EU und Katar unter die Lupe zu nehmen.
Das "zwischen der Europäischen Kommission und Katar verhandelte Luftverkehrsabkommen muss dringend überprüft werden", erklärte der FDP-Europaabgeordnete Jan-Christoph Oetjen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Es müsse "aufgedeckt werden, ob Katar auf die Verhandlungsposition der EU Einfluss genommen hat". Das Abkommen ist schon in Kraft, aber muss noch von den Mitgliedstaaten ratifiziert werden, was lange dauern kann.
"Wir müssen unbedingt sicherstellen, dass alle Bedingungen für Transparenz erfüllt sind", wenn das Verfahren später im Europäischen Parlament bearbeitet wird, forderte Karima Delli (Grüne), die Vorsitzende des im EU-Parlament für das Abkommen zuständigen Verkehrsausschusses ist. Über eine E-Mail von Delli an Kollegen in dem Zusammenhang hatte die Online-Plattform "Politico" zuerst berichtet.
Das Abkommen bringt laut der EU-Kommission faire Wettbewerbsbedingungen und "wirtschaftliche Vorteile für beide Seiten mit sich". Auch der Umweltschutz soll berücksichtigt werden. Es ist demnach das erste Abkommen dieser Art zwischen einem Golfstaat und der EU. Damit sollen bilaterale Luftverkehrsabkommen der EU-Mitgliedstaaten mit Katar ersetzt werden.
D.Johnson--AT