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Red-Bull-Junior Tsolov absolviert Formel-1-Debüt in Imola
Der bulgarische Red-Bull-Junior Nikola Tsolov hat einen wichtigen Karriereschritt vollzogen: In Imola absolvierte der aktuelle Gesamtführende der Formel 2 seinen ersten Testtag in einem Formel-1-Auto. Mit dem Racing Bulls VCARB 02 legte er 690 Kilometer zurück und festigte damit seine Position als potenzieller Nachfolger im Team.
Nikola Tsolov hat einen bedeutenden Meilenstein in seiner Karriere erreicht. Der bulgarische Red-Bull-Junior und aktuelle Gesamtführende der Formel 2 absolvierte am Donnerstag in Imola seinen ersten Testtag in einem Formel-1-Auto. Dabei fuhr er den Racing Bulls VCARB 02, das Fahrzeug für die Formel-1-Saison 2025. Insgesamt legte Tsolov dabei eine Distanz von 690 Kilometern zurück.
Der 19-Jährige zeigte sich nach dem Tag hochzufrieden mit seiner Leistung und der Erfahrung. "Der erste TPC-Tag (Testing of Previous Cars) in einem Formel-1-Auto ist geschafft und ich bin super glücklich darüber, wie der Tag gelaufen ist", sagte Tsolov. Er betonte die emotionale Bedeutung des Moments: "Ich habe wirklich jede einzelne Runde genossen und es ist schwer in Worte zu fassen, was es bedeutet, endlich diese Chance zu bekommen." Für den Bulgaren war dies das Ergebnis jahrelanger Arbeit: "Das ist etwas, worauf ich mein ganzes Leben lang hingearbeitet habe, und es nun endlich selbst zu erleben, ist einfach unglaublich."
Tsolov blickte jedoch auch bereits nach vorn. Er gab zu, dass er die Tragweite des erreichten Moments noch nicht vollständig verarbeitet habe, hoffe aber auf weitere Einsätze: "Ich glaube, ich habe noch gar nicht vollends begriffen, was wir heute erreicht haben, aber ich habe jede Runde genossen und hoffe, dass ich bald die Chance bekomme, noch ein paar Kilometer nachzulegen."
Alan Permane, Teamchef von Racing Bulls, lobte die Anpassungsfähigkeit des Nachwuchsfahrers. "Heute war ein wirklich positiver Schritt für Nikola", erklärte Permane. Er hob hervor, dass sich Tsolov schnell an das Auto gewöhnt und die notwendige Gelassenheit gezeigt habe, die man von einem Fahrer erwarte, der zum ersten Mal in einem Formel-1-Boliden sitze. Der Einsatz sei Teil des laufenden Entwicklungsplans für Nachwuchsfahrer, um ihnen das nötige Rüstzeug und die Erfahrung zu bieten. "Wir haben immer wieder gesehen, was dieser Weg hervorbringen kann, und Tage wie der heutige sind ein Baustein dafür, wie wir dieses Fundament kontinuierlich weiter ausbauen", so Permane.
Tsolovs Aufstieg in die Formel 2 erfolgte nach seinem Vizetitel in der Formel 3. In seiner Debütsaison führt er nun die Meisterschaft an und hat bereits sechs Rennen gewonnen. Aufgrund dieser Leistungen gilt er als Kandidat für ein Cockpit bei Racing Bulls. Allerdings könnte dies schwierig werden, da die Stammfahrer Liam Lawson und Arvid Lindblad derzeit starke Leistungen zeigen.
Neben Tsolov gab es weitere Neuigkeiten im Bereich der Formel-1-Tests. Auch der Franzose Norman Nato absolvierte seine ersten Meter in einem Formel-1-Auto. Nato fuhr einen Ferrari SF-25 aus der Vorsaison im Rahmen eines TPC-Tests. Der Pilot, der auch in der Formel E und der WEC aktiv ist, gilt jedoch nicht als Kandidat für ein Formel-1-Cockpit. Stattdessen führte er die Testfahrten in Mugello parallel zum Pirelli-Test im Rahmen seiner Tätigkeit als Entwicklungs- und Simulatorfahrer für das Team aus Maranello durch.
Am zweitägigen Test nahmen neben Tsolov und Nato auch der langjährige Testfahrer Antonio Fuoco sowie Ferraris Formel-2-Junioren Rafael Camara und Dino Beganovic teil. Die Tests in Mugello haben direkte Auswirkungen auf die Zukunft anderer Fahrer. Camara reiste anschließend nach Portimao, wo ein von Haas organisierter Test stattfindet. Dort werden auch Leonardo Fornaroli und Ryo Hirakawa zum Einsatz kommen.
Für Camara, Fornaroli und Hirakawa sind diese Tests von äußerster Wichtigkeit, da sie um das Formel-1-Cockpit von Esteban Ocon kämpfen. Haas wird die Leistungen der drei Fahrer genau beobachten und sich womöglich auf Grundlage dieser Tests für einen entscheiden, der 2027 an der Seite von Oliver Bearman fahren wird.
A.Ruiz--AT