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Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+: Elektro-Sprinter mit 680 PS und Nürburgring-Rekord
Mercedes-AMG hat den CLA 45 4MATIC+ als vollelektrisches Hochleistungsmodell vorgestellt. Mit bis zu 680 PS und einer Reichweite von über 670 Kilometern setzt das Elektrofahrzeug neue Maßstäbe in der Performance-Klasse. Der Wagen ist ab sofort bestellbar und hat bereits einen neuen Rundenrekord auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellt.
Mercedes-AMG hat den neuen CLA 45 4MATIC+ als vollelektrische Limousine und Shooting Brake auf den Markt gebracht. Das Hochleistungsmodell basiert auf drei voneinander entkoppelten Axial-Fluss-Motoren, die eine kombinierte Leistung von bis zu 500 kW (680 PS) und ein maximales Drehmoment von 1.759 Newtonmetern liefern. Neben der hohen Ladeleistung und einer Reichweite von mehr als 670 Kilometern soll vor allem die Fahrdynamik den Abstand zum regulären CLA markieren.
Der Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ ist in Österreich ab sofort bestellbar. Die Limousine kostet ab 78.790 Euro inklusive Mehrwertsteuer, der Shooting Brake startet bei 79.990 Euro. Technisch setzt das Elektro-Modell auf drei voneinander entkoppelte Axial-Fluss-Motoren – zwei an der Hinterachse, einer vorn – mit zusammen bis zu 500 kW (680 PS) und maximal 1.759 Nm. Der vordere Motor dient hauptsächlich als zusätzlicher Booster. Durch die unabhängige Ansteuerung der E-Maschinen lässt sich das Drehmoment variabel zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zwischen den beiden Hinterrädern verteilen. Daraus entsteht der vollvariable Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ mit Torque Vectoring.
Für den Sprint von null auf 100 km/h nennt Mercedes-AMG 2,7 Sekunden mit 1-Foot-Rollout. Die 800-Volt-Architektur ist mit einer Lithium-Ionen-Batterie mit 94 kWh nutzbarer Kapazität kombiniert. Die Limousine soll mehr als 670 Kilometer Reichweite erreichen, für den Shooting Brake werden 640 Kilometer genannt. An einer geeigneten Schnellladesäule dauert der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent laut Hersteller 22 Minuten. Der kombinierte WLTP-Verbrauch liegt bei der Limousine bei 18,4 bis 16,1 kWh/100 km, beim Shooting Brake bei 19,1 bis 17,4 kWh/100 km.
Noch vor dem Verkaufsstart absolvierte der CLA 45 4MATIC+ am 28. Juli 2026 eine offiziell gemessene und notariell beglaubigte Runde auf der 20,832 Kilometer langen Nürburgring-Nordschleife. Fahrer Kevin Berger erreichte 7:32,070 Minuten; Mercedes-AMG bezeichnet das als neuen Bestwert im Segment. Die Fahrt fand bei 24 Grad Luft- und 30 Grad Asphalttemperatur statt, montiert waren Pirelli P Zero Trofeo RS. Zum Einsatz kam das optionale AMG Dynamic Plus Paket mit dem Fahrprogramm „RACE“.
Das stahlgefederte AMG Ride Control Sportfahrwerk verfügt über adaptive Drei-Wege-Verstelldämpfer sowie eine Dreilenker-Vorder- und Raumlenker-Hinterachse. Radführungsbauteile, Federn und Dämpfer wurden gegenüber dem regulären CLA überarbeitet. Die Dämpfer lassen sich in „Comfort“, „Sport“ und „AMGFORCE S+“ vorkonfigurieren; ihre Dämpfkraft wird radselektiv innerhalb von Millisekunden angepasst. Im Race-Modus kommen außerdem eine spezielle Triebstrang-Konditionierung für die Boost-Leistung und eine straffere Fahrwerksabstimmung zum Einsatz.
Eine wichtige Rolle spielt der Predictive Performance Manager: Das System berücksichtigt Streckenverlauf und Topografie und verteilt die verfügbare Energie entsprechend. Neben „RACE“ für einzelne schnelle Runden steht eine „SPRINT“-Strategie für mehrere möglichst konstante Runden zur Verfügung.
Auch die Aerodynamik unterscheidet den CLA 45 von den schwächeren Varianten. Bei der Limousine arbeitet ein aktiver Heckspoiler, beim Shooting Brake übernimmt ein verstellbarer Dachkantenspoiler diese Aufgabe. Je nach Fahrprogramm beziehungsweise manueller Einstellung verändern die Elemente ihren Winkel, um entweder den Luftwiderstand zu reduzieren oder zusätzlichen Abtrieb und damit höhere Fahrstabilität zu erzeugen. Im Race-Programm der Limousine bleibt der Spoiler aktiv; seine Stellung wird unter anderem anhand der Längsbeschleunigung und der Position der Kühlerlamellen geregelt.
Die ebenfalls aktiven Lamellen in der Front können nahezu bis 250 km/h geschlossen bleiben. Dabei wird der Luftstrom in Richtung Unterboden geführt, um den Auftrieb an der Vorderachse zu reduzieren. Steigt der Kühlbedarf, öffnen sie abhängig von den Temperaturen relevanter Komponenten in acht Stufen bis zur vollständigen Freigabe des Kühlmoduls. Das Batteriethermomanagement wurde ebenfalls auf die höheren Leistungsanforderungen abgestimmt, um die Zellen auch bei starker Belastung im vorgesehenen Temperaturbereich zu halten.
Damit kombiniert AMG beim CLA 45 drei separat regelbare E-Maschinen, aktiven Allradantrieb, Fahrwerk, Aerodynamik und vorausschauendes Energiemanagement zu einem auf wiederholbare Fahrleistung ausgelegten Gesamtsystem.
A.Moore--AT