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Toyota bZ7: EV‑Luxus in China
Die neue Elektro‑Limousine Toyota bZ7 mischt die chinesische Oberklasse auf. Das fünf Meter lange Modell entstand aus der Kooperation von Toyota mit dem Hersteller GAC und richtet sich ausschließlich an den chinesischen Markt. Laut Branchenangaben beträgt die Länge 5.130 mm, die Breite 1.965 mm und der Radstand 3.020 mm, womit sich die Limousine auf Augenhöhe mit dem Tesla Model S befindet. Sie startet bei rund 147.800 Yuan (knapp 21.500 Euro) und ist in fünf Ausstattungen bis 199.800 Yuan erhältlich.
Ein Highlight des bZ7 ist die Technik: Die Limousine verfügt über das HarmonyOS 5.0‑Cockpit von Huawei, ein 15,6 Zoll großes Touchscreen‑Display, ein 8,8 Zoll großes Kombiinstrument und ein 27 Zoll großes Head‑Up‑Display. Die Sprachsteuerung unterstützt Mehrzonen‑Erkennung und mehrere Befehle, gleichzeitig bleiben wichtige haptische Tasten erhalten. Momenta liefert das R6‑ADAS mit LiDAR und weiteren 26 Sensoren, das Navigation auf Autopilot für Stadt und Autobahn sowie vollautomatische Parkfunktionen ohne Abo‑Gebühren ermöglicht.
Im Innenraum erwarten die Passagiere belüftete, beheizte und mit Massagefunktion ausgestattete Sitze; die Vordersitze sind als schwebende Null‑Schwerpunkt‑Sitze konzipiert. Luftfederung und vorausschauendes Fahrwerk versprechen hohen Fahrkomfort.
Bei der Motorisierung setzt Toyota auf Lithium‑Eisen‑Phosphat‑Batterien mit 71 oder 88 kWh. Diese bieten laut CLTC‑Messzyklus Reichweiten von 600 bis 710 Kilometern und können dank 3C‑Schnellladen in zehn Minuten bis zu 300 Kilometer Reichweite nachladen. Der Elektromotor liefert bis zu 207 kW (278 PS) und der Wagen verfügt über eine externe 6,6 kW‑Stromabgabe, um externe Geräte zu versorgen.
Der Marktstart am 30. März 2026 geriet zum Erfolg: Laut Hersteller gingen innerhalb der ersten Stunde mehr als 3.100 Bestellungen ein. In deutschen Medien sorgte vor allem der Preis unter 20.000 Euro (mit zeitlich begrenzten Rabatten) für Aufsehen. Kommentatoren loben die gelungene Form und die umfangreiche Ausstattung des bZ7; viele wünschen sich, das Modell auch in Europa zu günstigen Preisen anbieten zu können. Gleichzeitig gibt es Skepsis, ob der niedrige Einstiegspreis ohne staatliche Förderung realistisch ist und wie Toyota den Service für ein solch hoch technisiertes Fahrzeug sicherstellen will. Einige Leser kritisieren das vergleichsweise kleine Kofferraumvolumen bei der Fastback‑Karosserie und weisen darauf hin, dass westliche Kunden mehr Ladepraktikabilität erwarten.
Der Hersteller betont jedoch, dass der bZ7 vorerst ein exklusives Modell für China bleibt. Für Europa plant Toyota andere E‑Modelle wie den bZ4X oder den Urban Cruiser. Der bZ7 dient daher auch als Signal: Die Konkurrenz aus China zwingt internationale Marken zu preiswerteren und digital besser vernetzten Elektrofahrzeugen. U.Sellmer